Erkrankungen der Verdauungsorgane und der Leber

Unter den gastroenerologischen Krankheitsbildern werden stationär ausschließlich noch Krankheitsverläufe betreut, die besondere diagnostische oder therapeutische Schwierigkeiten bereiten oder Komplikationen aufweisen.

Bei der Betreuung von Erkrankungen der Verdauungsorgane stützt sich die Diagnostik u.a. auf das komplette Spektrum der modernen Laboruntersuchungen, das in Kooperation mit dem "Labor 28" über das Zentrallabor unseres Hauses zur Verfügung steht, sonographische und endoskopische Untersuchungen (siehe hierzu Zentrale Endoskopie), konventionelle Röntgenverfahren sowie Computertomographie mit modernstem Spiral-CT, Kernspintomographie in der in unserem Krankenhaus angegliederten Praxis für Radiologie/Neuroradiologie & Zentrum für Minimal Invasive Therapie  sowie die konventionelle Histologie und Immunhistologie, die vom hiesigen Institut für Pathologie (siehe dort) angeboten wird.

Das Behandlungspektrum umfasst u.a. antivirale, antibakterielle, antimykotische und antiparasitäre Therapieverfahren bei chronischen Virushepatitiden und erregerbedingten Problemen des Verdauungstraktes, immunsuppressive Mono- oder Kombinationstherapien bei autoimmunen Lebererkrankungen und chronisch entzündlichen Darmkrankheiten (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), enterale und parenterale Ernährungstherapien bei Störungen der Magen-Darm-Passage, schweren Pankreatitiden oder schwersten Verläufen entzündlicher Darmerkrankungen.

Für Komplikationen verschiedener Lebererkrankungen stehen in der Zentralen Endoskopie verschiedenste Möglichkeiten der Blutstillung in Kombination mit den üblicherweise auf der interdisziplinären Intensivstation angewendeten medikamentösen Behandlungsverfahren zur Senkung des Blutdruckes im Pfortaderstromgebiet zur Verfügung.

Für sogenannte therapierefraktäre Aszitesprobleme stehen großvolumige Parazentese mit Albumin- oder Kolloidersatz, in Kooperation mit der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie die Anlage peritoneo-venöser Shunts oder in Kooperation mit der Praxis für für Radiologie/Neuroradiologie & Zentrum für Minimal Invasive Therapie die Implantation intrahepatischer Stent-Shunts (TIPS) zur Verfügung.

Für hepatozelluläre Carcinome wird bei fehlender Operations- oder Transplantationsindikation routinemäßig in geeigneten Fällen eine lokale Therapie angeboten, überwiegend in Form sonographisch gesteuerter Alkoholinjektionen bzw. Radiofrequenzablationen (RFA) oder in Form einer Chemoembolisation.