Funktionsweise der Peritonealdialyse
Die Peritonealdialyse ist eine Nierenersatztherapie, die vom Patienten selbständig zu Hause durchgeführt wird. Die Blutreinigung bei der Peritonealdialyse findet rund um die Uhr statt.
Bei der Peritonealdialyse wird eine körpereigene Membran, das Bauchfell (Peritoneum), als Dialysefilter und Ersatz für die Nieren benutzt. Die Dialyselösung fließt über einen dünnen weichen Plastikschlauch (Katheter) in die Bauchhöhle. Dieser Katheter wird in einer kleinen Operation unter Vollnarkose in die Bauchdecke eingepflanzt. An dem ca. 15 cm langen Teil des Katheters, der sich außerhalb des Körpers befindet, werden die Beutel mit der Dialyseflüssigkeit und die Leerbeutel zum Ablassen der Flüssigkeit aus der Bauchhöhle angeschlossen. Der Katheter kann problemlos unter der Kleidung versteckt werden.
Während die Dialyseflüssigkeit in der Bauchhöhle verweilt, findet die Blutreinigung statt, d. h. Wasser und Giftstoffe wandern vom Blut durch das Peritoneum in die Dialyseflüssigkeit, die jeweils nach ein paar Stunden (ca. 3-8 Stunden) ausgetauscht wird. Somit werden dem Körper Giftstoffe und überschüssiges Wasser entzogen.
