Hospizdienst im St. Joseph Krankenhaus

Wir stellen uns vor Krankenhäuser sind Orte, die man sich selten freiwillig aussucht, und doch sind sie im wahrsten Sinne "lebenswichtig".
Aber nie ist die Einsamkeit der Menschen grösser als unter Schmerzen oder gar im Angesicht des nahen Endes. Nicht alle Patienten, die für kürzere oder längere Zeit im Krankenhaus liegen, sind in der glücklichen Situation von ihren Angehörigen regelmäßig besucht zu werden. So lag es nahe, nach Menschen zu suchen, die Zeit und Zuwendung aufbringen können, um diese Lücke zu schließen, Trost und Nähe zu geben.
Seit dem 1.02.02 sind wir vom "abendlichen Besuchs - und Hospizdient im St. Joseph Krankenhaus" nun offiziell tätig. Wir sind Frauen und Männer aus den verschiedensten Berufen und Altersgruppen.
Wir sehen unsere Aufgabe darin, den Patienten und ihren Angehörigen ein Angebot zu machen, einfach dazusein, zuzuhören, ein Stück des Weges mitzugehen, zu verstehen und zu trösten.
Der Wunsch des Schwerkranken oder Sterbenden steht für uns immer an erster Stelle.
Dabei ist es nicht immer leicht, diesen Wunsch zu erkennen, Angst und Verzweiflung des Anderen zu ertragen und loszulassen, wenn es für ihn Zeit ist, zu gehen. Trotzdem ist es für jeden von uns auch eine erfüllende und bereichernde Tätigkeit.

Wir suchen ständig Gleichgesinnte, die bereit sind, ehrenamtlich ein paar Stunden Kranken und Sterbenden zu widmen.

Information zur Ausbildung:

Als Arbeitsgrundlage dient das Celler Modell mit dem Kursbuch "Verlass mich nicht, wenn ich schwach werde" (von Andreas Ebert und Peter Godzik, EB- Verlag Rissen 1993).

1. Grundkurs
Fünf Tage verteilt auf drei bis vier Monate, jeweils am Wochenende 10.00 bis 15.00 Uhr.

2. Praktikum
Begleitung eines Schwerkranken oder Sterbenden, wenn erforderlich auch der Angehörigen. Während der Zeit alle 14 Tage zwei Stunden Supervision mit Reflexion der Praktikumserfahrung.

3. Vertiefungskurs
Vier Tage verteilt auf drei bis vier Monate, jeweils am Wochenende 10:00 bis 15:00 Uhr.

Ziel des Kurses ist die vertiefte Auseinandersetzung mit den eigenen Verlusten und der eigenen Sterblichkeit als Grundvoraussetzung, sich Menschen in deren Sterbephase liebevoll und vorurteilsfrei zuwenden zu können; die Sterbephase als noch zu gestaltende Phase des Lebens zu begreifen und den begleiteten Menschen ein Leben bis zuletzt zu ermöglichen.

Hospizbeauftragte: Angelika Fritsch
Telefon: +49 30 7882-2245


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