Bei bösartigen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes ist eine Operation normalerweise nicht zu umgehen und ist der wesentliche Schritt für eine Heilung. In den letzten 20 Jahren haben viele Studien zeigen können, dass in bestimmten Situationen eine Operation alleine zuwenig sein kann. Die Prognose wird entscheidend verbessert, wenn eine milde Chemotherapie mit/ohne Strahlenbehandlung der Operation nachfolgt (adjuvante Therapie) oder einem Eingriff vorgeschaltet wird (neoadjuvante Therapie). Welche Kombinationen sinnvoll sind, hängt ab vom Stadium der jeweiligen Erkrankung. Voraussetzung ist daher eine präzise Diagnostik.
Vom Patienten wird viel gefordert: Eine Tage- oder wochenlange Vorbehandlung ist schwer zu ertragen, wenn man den Tumor doch am liebsten sofort loswerden möchte. Häufig eine Entscheidung zwischen "Kopf" und "Bauch".
Abgesehen von ausführlichen Aufklärungsgesprächen mit den Ärzten, die unbedingt notwendig sind, kann eine onkopsychologische Betreuung den Patienten helfen, in dieser schwierigen Situation die Gedanken wieder zu ordnen und sich seiner Situation und Gefühle wieder klar zu werden.
Die seelsorgerische Betreuung ist in unserem Hause der dritte wesentliche Baustein in der Patientenbetreuung. Gerade bei schwereren Erkrankungen ist es oft mit einer chirurgischen "Reparatur" nicht getan. Für eine psychologische und menschliche Betreuung stehen wir ebenfalls zur Verfügung.
Bei gut- oder bösartige Tumoren im Bauchraum , bzw. im Magen-Darm-Trakt geht es für den Patienten "um´s Leben" im wahrsten Sinne des Wortes. Ein hohe Qualität der Behandlung, d.h. eine große Erfahrung und eine entsprechende Routine ist während der Operation, aber auch in der ganzen Vor- und Nachbehandlung gefragt. Die Fachbegriffe heißen z.B. "High Volume Hospital" und "Center of Excellence". Die Operation ist entscheidend für das Ergebnis einer Tumorbehandlung, wird aber immer häufiger von einer begleitenden Radio/Chemotherapie vor oder nach der Operation unterstützt. Wir führen diese multimodalen Behandlungen entsprechend der Leitlinien der Fachgesellschaften durch. Darüberhinaus ermöglichen wir den Patienten die Teilnahme an Behandlungsstudien um eine optimierte Therapie zu finden, unsere Onkopsychologin steht in der Krisensituation der Tumorbehandlung ebenso zur Verfügung, wie wir anbieten, daß die Behandlungsmodalitäten über eine Bezugsperson bei uns geplant, koordiniert, durchgeführt und kontrolliert werden, um eine maximale Effizienz der Therapie zu erzielen. In eigenen wissenschaftlichen Kongressen, die wir regelmäßig mehrmals jährlich veranstalten, (SJK-Forum), laden wir international renommierte Referenten ein, die neuesten Erkenntnisse vorzustellen und zu diskutieren. So sind alle Mitarbeiter auf dem neuesten Stand zu diesen Themen weitergebildet.
