Informationsbroschüre Gebärmuttergeschwulst
Embolisationstechnik
Embolisationstechnik 2

Jede achte Frau hat Myome, das sind gutartige Tumoren der Gebärmutter. Viele verursachen keinerlei Beschwerden und brauchen deshalb auch nicht behandelt zu werden. Kommt es allerdings zu einem schnellen Wachstum, zu Blutungsstörungen, zu Druck auf andere Organe oder z.B. zu Kreuzschmerzen, so muß eine Behandlung erfolgen. Diese bestand bisher im wesentlichen darin, daß die Myome operativ entfernt werden, entweder zusammen mit der Gebärmutter oder wenn Kinderwunsch vorlag evtl. Gebärmutter erhaltend.

In Deutschland noch wenig verbreitet, in den USA, Frankreich und anderen Ländern über 10.000x durchgeführt, praktizieren wir im St. Joseph-Krankenhaus in Zusammenarbeit mit der radiologischen Abteilung die sogenannte Embolisierung der Myome.
Bei dieser Behandlungsmethode werden die Blut zuführenden Gefäße, die die Myome versorgen, mit sogenannten Mikrosphären blockiert. Diese gelangen über einen Katheter, der in der Leistengegend in lokaler Betäubung eingeführt wird, in das arterielle Blutgefäßsystem direkt an das Blutgefäß, das die Gebärmutter mit Blut versorgt. Die Mikrosphären sind aus Polyvinyl, einem biologisch verträglichen Material, das seit vielen Jahren in der Medizin verwendet wird.

Diese Embolisierung führt zu einer Schrumpfung der Myome um ca. 80 %, die Gebärmutterdurchblutung wird zwar reduziert, bleibt aber erhalten. Nach dem Eingriff bleiben die Patientinnen ca. 3 - 4 Tagen bei uns im Krankenhaus unter Kontrolle, sie haben in der Regel nur in der 1. Woche nach der Embolisierung Beschwerden, die mit relativ leichten Medikamenten behandelt werden können. Komplikationen, die eine Operation zur Folge haben können, sind außerordentlich selten beobachtet worden.

Sollten Sie an einer solchen Behandlung interessiert sein, vereinbaren Sie einen Termin unter der Tel. Nr. +49 30 7882-2236.

 

 

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