Nach örtlicher Betäubung (Injektion von Xylocain in die Unterhaut) erfolgt ein Hautschnitt von ca. 4 cm Länge zwischen der A. radialis und der V. cephalica. Die beiden Gefäße werden freipräpariert, die V. cephalica unterbunden und durchtrennt. Danach wird das obere Ende dieser Vene mit der A. radialis, in die ein seitliches Loch geschnitten wird, durch Nähte verbunden (Seit-zu-End-Anastomose). Das arterielle Blut der A. radialis strömt nun nicht mehr nur zur Hand, sondern zum großen Teil in die V. cephalica. Dieses Blutgefäß erweitert sich im Laufe von Wochen und "reift" zum Dialyse-Shunt (Cimino-Fistel). Für die Durchführung der Hämodialysen wird jeweils der Shunt punktiert, das Blut fortlaufend durch die während der Behandlung liegenbleibende Kanüle in die "Künstliche Niere" geleitet und nach Reinigung (Dialyse) über eine zweite liegenbleibende Punktionsnadel wieder in den Shunt zurückgegeben. Eine ausreichend große und gut punktierte Cimino-Fistel kann viele Jahre lang funktionstüchtig bleiben.