Stomatherapeutin Schwester Viola Marten

Stomatherapie
Die Stomatheraphie ist ein spezielles Gebiet in der Chirurgie und Urologie. Es beinhaltet die individuelle, ganzheitliche Pflege und Rehabilitation von Patienten mit Stomata, Inkontinenzleiden, Fisteln oder sekundärheilenden Wunden.
Ziele

  • Unterstützung der Betroffenen, Pflegenden und Ärzte
  • Schnellst mögliche Rehabilitation der Betroffenen

Tätigkeitsfeld
Während des Krankenhausaufenthaltes:

  • Ganzheitliche Betreuung der PatientenInnen vor und nach einer Operation mit Stomaanlagen, mit dem Ziel der körperlichen, seelischen und gesellschaftlichen Rehabilitation des/der Betroffenen
  • präoperatives Patientengespräch und Markierung der Stomalokalisation
  • Beratung, Betreuung und Schulung der PatientenInnen und der Angehörigen im Umgang mit Stomaversorgungsartikeln
  • Unterstützung des Pflegepersonals auf den Stationen in der postoperativen Pflege der StomapatientenInnen und Hilfestellung bei Komplikationen
  • Durchführung eines Entlassungsgespräches und Beratung in der ambulanten Weiterbetreuung
  • Auf Wunsch der PatientenIn Kontaktvermittlung zu Selbsthilfegruppen z. B. ILCO und deren Besucherdienst, zum Sozialdienst wegen AHB oder Schwerbehindertenausweis

Die häufigsten Fragen zum Thema:

  1. Was heißt Stoma?
    Der Begriff "Stoma" kommt aus dem griechischen und bedeutet "Mund oder Öffnung". Ein Stoma ist die operativ hergestellte Öffnung in der Bauchdecke zur Ausleitung von Urin oder Stuhl. Wird das Stoma zur Ausleitung von Stuhl geschaffen, spricht man von einer Colostomie oder Ileostomie, wird es zur Ausleitung von Urin angelegt, spricht man von einer Urostomie.
  2. Was mache ich bei nässender und geröteter parastomalen Haut?
    • Abklären ob die Versorgung korrekt ist (passende Größe)
    • Dann immer Umstellung der Versorgung auf 2-teilig (siehe Pflegestandard)
  3. Dürfen die Betroffenen duschen?
    • Ja, mit Versorgung, danach erneuern.
  4. Was kostet die Betroffenen das Material?
    • Kostenfrei, da ein Hilfsmittel
    • Betroffene benötigen ein Rezept vom Hausarzt
  5. Erhalten betroffene Patientinnen und Patienten einen Schwerbehindertenausweis und eine Kur?
    • Ja, meist befristet auf 5 Jahre
    • Bitte an den Sozialdienst weiterleiten, damit alle Anträge ausgefüllt werden können und eine geeignete Kurklinik gefunden werden kann
  6. Welche verschiedenen Versorgungsmaterialien gibt es?
    • a) Einteilige Versorgung
      Definition: Der Hautschutz ist mit der Versorgung verbunden.
      Ausstreifbeutel werden alle 24 h gewechselt
      Geschlossene Beutel werden ca. zweimal in 24 h gewechselt
    • b) Zweiteilige Versorgung
      Definition: Basisplatte mit der Möglichkeit verschiedene Versorgungsbeutel anzubringen.


Zu weiteren Fragen erhalten Sie Auskunft:
Stomatherapeutin
Schwester Viola Marten
St. Joseph Krankenhaus
Bäumerplan 24
12101 Berlin

Tel.: +49 30 7882-2162
E-Mail: stoma_wunde@sjk.de