Vor- und Nachteile der Peritonealdialyse

Vorteile der Peritonealdialyse

  • Die Behandlung wird selbständig zu Hause, im Urlaub und ggf. auch am Arbeitsplatz durchgeführt. Diese Unabhängigkeit von klinischer Umgebung wie Arztpraxis oder Krankenhaus bedeutet für den Patienten ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit.
  • Die Peritonealdialyse bietet große Bewegungsfreiheit. Man benötigt im Gegensatz zur Hämodialyse nicht zwingend eine Maschine.
  • Der Zeitaufwand für die Durchführung der Peritonealdialyse ist etwas geringer als bei der Hämodialyse. Im Rahmen der Peritonealdialyse-Behandlung muß das Dialysezentrum ca. alle 4 bis 6 Wochen ambulant aufgesucht werden.
  • Durch die schonende und gleichmäßige Entgiftung und Entwässerung des Körpers wird die Peritonealdialyse oft besser vertragen als die Hämodialyse.
  • Die Diätvorschriften sind nicht so streng wie bei der Hämodialyse-Therapie.


Nachteile der Peritonealdialyse:

  • Tägliche selbstverantwortliche Beschäftigung mit der Dialyse.
  • Diese Dialyseform ist nicht bei allen Patienten möglich. Bei Patienten mit zurückliegenden großen Bauchoperationen kann durch Verwachsungen eine effektive Peritonealdialyse nicht immer möglich sein. Auch wiederkehrende Darmerkrankungen können eine Peritonealdialyse erschweren.
  • Zur Durchführung der Peritonealdialyse-Behandlung ist es erforderlich, durch eine kleine Operation in Vollnarkose einen Katheter in die Bauchhöhle einzubringen.
  • Das dauernde Vorhandensein dieses Katheters kann stören.
  • Die täglichen Beutelwechsel erfordern peinliche Sauberkeit. Bei Nachlässigkeit kann es zu einer Infektion der Katheteraustrittsstelle (KAST-Infektion) oder gar des Bauchfells (Peritonitis) kommen.
  • Durch die erhöhte Kalorienzufuhr mit der Dialyseflüssigkeit kann es zu einer Gewichtszunahme kommen.
  • Das Bauchfell bestimmt und limitiert die Güte der Dialyse. Es kann sich verändern, so dass bei einigen Patienten im Laufe der Zeit auf die Hämodialyse gewechselt werden muß.
  • Bei großen und schweren Patienten kann mit Verlust der Restausscheidung der Wechsel zur Hämodialyse notwendig werden.
  • Zur Lagerung der Dialyselösungen wird Platz benötigt.