Mammographiegerät
Mammographieaufnahme
Mammasonographie

Der häufigste bösartige Tumor bei Frauen ist der Brustkrebs. Jede zehnte Frau ist davon betroffen. In Berlin werden jedes Jahr circa 2000 Neuerkrankungen registriert. Um eine optimale Behandlung zu erzielen, hat das St. Joseph Krankenhaus ein interdisziplinäres Brustzentrum gegründet.
In diesem Zentrum sind verschiedene Fachrichtungen (Frauenärzte, Radiologen, Pathologen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Psychologen, Sozialarbeiter, niedergelassene Ärzte und Pflegedienst) zusammengeschlossen. In enger Zusammenarbeit gewährleisten wir einen kompetenten reibungslosen Diagnostik- und Behandlungsablauf. Einmal pro Woche findet eine interdisziplinäre Tumorkonferenz statt, in der jeder Fall individuell besprochen wird. Charakteristisch für unser Haus ist eine eingehende, individuelle Betreuung unserer Patientinnen. So finden vor und nach jedem diagnostischen Schritt und vor jeder neuen Therapie ausführliche Gespräche mit der Patientin, wenn gewünscht auch im Beisein Angehöriger statt, um gemeinsam einen optimalen Behandlungsplan festzulegen. Jede Patientin hat einen sogenannten koordinierenden Arzt, der als konkreter Ansprechpartner fungiert und sie im Behandlungsprozeß begleitet, informiert und über Diagnose und weitere Therapien aufklärt. Zum anderen hat die psychologische und soziale Begleitung unserer Patientinnen für uns einen hohen Stellenwert. Wir wissen, dass diese Erkrankung mit dem Gefühl starker Verunsicherungen und enormer auch seelischer Belastungen einhergeht. Deshalb behandeln und unterstützen wir unsere Patientinnen umfassend und ganzheitlich. Abschlußgespräche vor der Entlassung und regelmäßige informelle Kontakte mit den weiterbehandelnden niedergelassenen Ärzten sind wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit.
Zur objektiven Qualitätskontrolle und -sicherung haben wir uns dem Westdeutschen Brustzentrum angeschlossen und arbeiten entsprechend den von der Deutschen Krebsgesellschaft festgelegten evidenzbasierten Leitlinien, welche ebenso den Standards der EUSOMA entsprechen.
Wir optimieren die Krebsbehandlung durch die Anwendung neuer therapeutischer Konzepte, auch durch die Teilnahme an nationalen und internationalen Studien.

Brustsprechstunde:
Montag bis Donnerstag, Terminvergabe über Frau Trautmann, Tel.: +49 30 7882-2236
Wir beraten Sie gerne ausführlich zu Befunden, die ambulant erhoben wurden. Eine zweite Meinung hilft häufig bei einer Entscheidungsfindung und Klärung unklarer Befunde. Im Rahmen dieser Sprechstunde können wir auch eine hochauflösende Ultraschalldiagnostik und gegebenenfalls eine Entnahme feingeweblicher Proben mit einer Stanzbiopsie durchführen. Im Falle auffälligen Mikrokalks im Brustgewebe besteht die Möglichkeit unter Verzicht auf eine operative Gewebsentnahme sogenannte stereotaktiche Stanzbiopsien durchzuführen.

Informationsveranstaltungen:
Für Betroffene und Familienangehörige und Interessierte bieten wir in größeren Abständen Informationsabende an.

Tumornachsorgesprechstunde:
Jeden Montag von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr, Tel.: +49 30 7882-2546
Regelmäßige Untersuchungen und Gespräche nach Abschluß der primären Behandlung werden empfohlen. In Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten bieten wir diese von unseren Oberärzten geleitete Sprechstunde an.

Operative Therapie:
In den meisten Fällen können wir die an Brustkrebs erkrankten Frauen brusterhaltend operieren. Die Sentinel Node Technik -Entfernung des Wächterlymphknotens- wird schon seit langem im Rahmen von Studien in unserem Hause durchgeführt und ist inzwischen als Standardoperation international akzeptiert. Damit kann in den meisten Fällen auf eine konventionelle Lymphknotenentfernung aus der Achselhöhle verzichtet werden. In Verbindung mit der Brustkrebsoperation können unterschiedliche wiederaufbauende , rekonstruktive Operationsverfahren der erkrankten Brust und Reduktionsplastiken der anderen Brust zur Erlangung eines guten kosmetischen Ergebnisses angeboten werden. Plastische Operationsverfahren werden bei der Therapieplanung von Anfang an berücksichtigt. Ein zweizeitiges Vorgehen mit einem kosmetischen Eingriff zu einem späteren Zeitpunkt ist in fast allen Fällen ebenso möglich.

Physiotherapie:
Unsere kompetenten Physiotherapeutinnen betreuen unsere Patientinnen mit therapeutischer Gymnastik nach einer Operation. Lymphdrainagen bei Lymphödemen gehören zum Behandlungsspektrum, sind aber heute durch schonende operative Verfahren kaum mehr notwendig.

Chemotherapie:
Wir führen sowohl stationär als auch ambulant Chemotherapien durch. Wir arbeiten intensiv mit gynäkologisch-onkologischen Schwerpunktpraxen zusammen, die ambulant Chemotherapien durchführen. Der Behandlungsplan jeder Patientin wird interdisziplinär wöchentlich in unserer Tumorkonferenz bestimmt.

Strahlentherapie:
Sollte eine Strahlentherapie notwendig werden, wird diese von uns organisiert und dann ambulant durchgeführt.

Psychoonkologie:
Die Diagnose Brustkrebs bedeutet für alle betroffenen Frauen nicht nur in körperlicher Hinsicht eine Störung der Integrität. Auch seelische, soziale und familiäre Faktoren sind von großer Bedeutung. Dies wird in jedem Gespräch berücksichtigt und findet gezielte Unterstützung durch:

Einzelgespräche mit oder ohne Familienangehörige im Rahmen des stationären Aufenthaltes durch unsere Diplompsychologin Frau Yvonne Funck. Sie begleitet unsere Patientinnen auf Wunsch in ihren Ängsten, Sorgen, Hoffnungen und Wünschen und unterstützt sie in der Auseinandersetzung mit ihrer Erkrankung, im Umgang mit Krankheits- und Therapiefolgen, in Sinn- und Lebensfragen, Konfliktbewältigung und in der Erschließung und Nutzung persönlicher Kraftquellen.

Psychoonkologischer Gesprächskreis:
Offene Gruppe, geleitet von Frau Funck und einer Ärztin. Dient der Information, dem Erfahrungsaustausch, Entscheidungsfindungen sollen dadurch erleichtert werden.
Frau Funck ist erreichbar unter der Telefonnummer +49 30 7882-2314

Betreuung durch diplomierte Sozialarbeiterinnen
Frau Monika Thaler/Tel.: +49 30 7882-2668 und Frau Barbara Luckmann/Tel.: +49 30 7882-2265
Schwerpunkte ihrer Arbeit:
Einleitung von Rehabilitationsmaßnahmen
Kompetente Überleitung in die häusliche Pflege, Vermittlung von ambulanten Hilfen für z.B. Hauskrankenpflege
Hilfe bei der Durchsetzung von finanziellen Ansprüchen und Leistungen
Vermittlung von weitergehenden Angeboten wie z.B. Selbsthilfegruppen

Seelsorge:
Das St. Joseph Krankenhaus ist eine Einrichtung der Schwestern v.d.hl. Elisabeth- eine Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche. Seelsorgerisch tätig sein heißt trösten, zuhören, Gespräche führen, begleiten. Schwester M. Ursulina und Herr Pfarrer Horst Freyer stehen für Begegnungen mit unseren Patientinnen jederzeit zur Verfügung. Für die Evangelische Seelsorge ist Frau Pfarrerin Christa Burkhardt zuständig.