Schilddrüse
Knochen
Dickdarm

Das Fach Pathologie umgibt in der Öffentlichkeit zu Unrecht eine Aura des Düsteren, Erschreckenden. Das liegt vielleicht daran, daß das Image des Faches so stark mit dem Tod verknüpft wird und die Gesellschaft den natürlichen Umgang mit dem Sterben verlernt hat.

Die Arbeitswirklichkeit des Pathologen sieht aber darüber hinaus ganz anders aus, da er sich zu 90% der Zeit mit der Diagnostik am Gewebe von lebenden Patienten befaßt (nach Operationen oder Probeentnahmen). Unter dem Mikroskop entfaltet sich eine prächtige Welt aus Farben und Formen. Nicht umsonst beschäftigen sich viele Pathologen in ihrer Freizeit mit Dingen, die ihr Gefühl für Ästhetik und Harmonie schulen und wach halten. Dazu gehören Musik und Bildende Kunst.

Die intensive Facharztausbildung läßt sie auch sehr diskrete Störungen im harmonischen Aufbau von Geweben, ungewöhnliches Färbeverhalten oder Fehlproportionen erkennen und die zugrude liegende Erkrankung als Voraussetzung für eine richtige Behandlung benennen. Die Farben und Formen dessen, was sich ihm zeigt, sind zuweilen faszinierend.

Schauen Sie selbst, könnten diese Bilder nicht auch ebenso gut in einem Museum hängen?