Ausstellung 85 Jahre St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof

· Eine bewegte Geschichte
Die Baustelle des St. Joseph Krankenhauses vor 85 Jahren

Vor 85 Jahren, im Dezember 1928, haben die Schwestern von der heiligen Elisabeth das St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof für Patienten geöffnet. An die wechselvolle Geschichte dieses Hauses „für und von den Menschen“ erinnert seit heute eine historische Ausstellung im Foyer.

Am Anfang war der Kampf ums liebe Geld. Die Hyperinflation hatte in den 20er Jahren alle Geldreserven aufgebraucht, zugleich verdoppelte sich die Einwohnerzahl Berlins innerhalb weniger Jahre. Eine moderne medizinische und pflegerische Versorgung der Kranken war dringend notwendig. In dieser Situation gab die damalige Provinzoberin Sr. M. Ewalda Weinrich nicht auf, trieb die erforderlichen sechs Millionen Reichsmark auf und rettete mit Ideenreichtum und Hartnäckigkeit das Vorhaben. So entstand nach 18monatiger Bauzeit eine der damals modernsten Kliniken in Berlin.

Im zweiten Weltkrieg diente das St. Joseph Krankenhaus als Reservelazarett, mehrfach wurde das überbelegte Haus von Bomben schwer getroffen. Mit großem Engagement widmeten sich die Schwestern und die weltlichen Mitarbeiter dem Wiederaufbau. Bis in die 60er Jahre hinein kümmerte sich sogar ein eigener Wirtschaftsbetrieb um die Nahrungsversorgung der Patienten.

Zerstörung, Wiederaufbau, Entwicklung

Kontinuität und Wandel gibt es bei den medizinischen Schwerpunkten. Von Anfang an gab es die Geburtshilfe, die Chirurgie und die Innere Medizin. Heute hat das SJK acht Kliniken und neun medizinische Zentren für die interdisziplinäre Behandlung spezieller Krankkeiten. So kamen im Laufe der Jahrzehnte die Kinderklinik, die Klinik für seelische Gesundheit im Kindes- und Jugendalter, die Kinderchirurgie, das Zentrum für Vasculäre Malformationen sowie weitere Bereiche wie die zentrale Endoskopie, Radiologie und die Notaufnahme hinzu. Im Bereich der Chirurgie und der inneren Medizin gab es unter anderem Differenzierungen in Richtung Orthopädie, Viszeralchirurgie und Nieren- und Hochdruckerkrankungen.

Starke Veränderungen gab es auch beim Personal. 1928 waren 70 Ordensschwestern im SJK tätig, heute sind es nur noch fünf. Dagegen wuchs das weltliche Personal von damals 130 auf heute 1.200 Mitarbeiter an. 

Hier finden Sie die Ausstellung auch online.

Pressekontakt

Corinna Riemer
Corinna Riemer
Leiterin Unternehmenskommunikation

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