Neu: Kindergastroenterologie in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

· Entscheidend ist eine sorgfältige Diagnose
Wenn der Bauch weh tut, ist die kindergastroenterologische Sprechstunde erste Anlaufstelle.Schließen

»Mama, ich habe Bauchschmerzen.« Was sich anfangs als Unwohlsein bemerkbar macht, kann der Beginn einer chronischen Erkrankung des Magen-Darm-Bereiches sein. Die Kindergastroenterologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des St. Joseph Krankenhauses ist als eine von nur vier Einrichtungen in Berlin darauf spezialisiert, solche Symptome richtig zu beurteilen und Krankheiten der Verdauungsorgane zu behandeln.

Wenn der Bauch weh tut, Kinder unter chronischer Verstopfung leiden oder Mahlzeiten nicht bei sich behalten können, ist die kindergastroenterologische Sprechstunde erste Anlaufstelle. Hier werden ausführlich die Symptome und alle weiteren Schritte besprochen. Die Klinik verfügt über moderne Diagnoseverfahren zur Bestimmung eines breiten Spektrums möglicher Ursachen und Erkrankungen. Vor allem aber bringen die behandelnden Ärzte Zeit mit. »Dieser Bereich der Medizin ist sehr aufwändig«, sagt Ahlke Willenborg, Fachärztin für Kinderheilkunde und Jugendmedizin mit Zusatzqualifikation Kindergastroenterologie. »Wir führen Gespräche mit den Kindern, ihren Eltern und Angehörigen, mit Psychologen, manchmal auch mit Lehrern oder Kleinkindpädagogen. Es braucht eine umfassende Diagnostik, um in der körperlichen und psychischen Wachstumsphase unserer Patienten die richtigen Therapieentscheidungen zu treffen.«

Viel Erfahrung und Feingefühl notwendig

Die Behandlung von gastroenterologischen Erkrankungen bei Kindern erfordert besonders viel Erfahrung und Feingefühl. »Oft sind Beschwerden im Magen-Darm Bereich auch von psychosozialen Einflüssen geprägt«, erklärt Ahlke Willenborg. »Dabei stecken die Kinder und Jugendlichen mitunter in einem Teufelskreis. Die Krankheit führt dazu, dass sie Unterricht verpassen und dann unter umso stärkeren Leistungsdruck geraten, der ja eine Ursache ihrer Erkrankung ist.« Für die Therapie arbeitet die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin eng mit Fachleuten des Krankenhauses und niedergelassenen Ärzten zusammen. Zum Team gehören neben speziell ausgebildetem Pflegepersonal auch Ernährungsberaterinnen, Psychologen und Physiotherapeuten.

Ein Schwerpunkt der Kindergastroenterologie am St. Joseph Krankenhaus liegt auf der Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulzerosa und Zöliakie. Derartige Beschwerden lassen sich häufig mit einer Ernährungsumstellung in Kombination mit Medikamentengabe lindern: Die Krankheitsschübe sind dann weniger intensiv und die Schmerzen geringer. Die jungen Patienten und ihre Familien werden von Spezialisten an alternative Ernährungskonzepte herangeführt sowie medizinisch und psychologisch betreut. Allerdings dämpf Ahlke Willenborg – von der Zöliakie abgesehen – allzu große Erwartungen, dass die richtige Ernährung der alleinige Schlüssel zum Erfolg sei. »Internationale Studien und auch unsere Erfahrungen zeigen, dass die Ernährung keine so große Rolle spielt wie es Familienangehörige oft vermuten oder wünschen. Die Therapie ist meist umfassender und beinhaltet auch die Behandlung mit geeigneten Medikamenten.«

Pressekontakt

Corinna Riemer
Corinna Riemer
Leiterin Unternehmenskommunikation

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