Plädoyer für Achtsamkeit und Respekt

· Humor hilft heilen - Dr. Eckart von Hirschhausen zu Gast
Autogramme nach dem Vortrag - Eckart von Hirschhausen umringt von Mitarbeitern

Der Kabarettist, Buchautor und TV-Moderator Dr. Eckart von Hirschhausen hat vor Mitarbeitern des St. Joseph Krankenhauses einen begeisternden Vortrag darüber gehalten, wie wertvoll Momente der Freude, des Lachens, des gegenseitigen Respektes und der Achtsamkeit im Umgang mit kranken Menschen sind. Dafür setzt sich Hirschhausen mit seiner Stiftung »Humor hilft heilen« engagiert ein.

Der Veranstaltungsraum des Krankenhauses war mit 150 Gästen, darunter Personal aus der Pflege, dem ärztlichen Dienst und der Verwaltung, überfüllt. Manche kamen schon eine Stunde früher, um einen Sitzplatz zu ergattern. Hirschhausen besuchte das Krankenhaus auf Einladung von Dr. Beatrix Schmidt, Chefärztin der Kinderklinik, bei der er selbst einmal Assistenzarzt gewesen ist.

Von Anfang an zog der prominente Besucher die Zuhörenden in seinen Bann. In seinem zweistündigen Vortrag beschrieb er, wie Humor teambildend wirken und sich dieser Geist auch auf Patienten übertragen kann. Humor, so der Bühnen-Profi, helfe gegen Stress, öffne den Blick für die Situation des Anderen und verbessere insgesamt die Atmosphäre in einem Krankenhaus.

Kleine Momente der Freude

Um zu verdeutlichen, wie man mit Humor Situationen des Ärgers und der Anspannung auflösen kann, bezog Hirschhausen die Zuhörenden in seinen Vortrag ein. Er animierte dazu, sich gegenseitig absurde und auch ärgerliche Episoden aus dem Krankenhausalltag zu erzählen. Dann forderte er dazu auf, diese Geschichten noch einmal zu erzählen, ohne den Buchstaben »s« zu verwenden. Die Teilnehmenden merkten, wie sich mit dieser kleinen Übung jeglicher Ärger buchstäblich in Lachen auflöste.

Insgesamt war der Vortrag ein Plädoyer für Achtsamkeit und Respekt sich selbst und anderen gegenüber. Kleine Momente der Freude im Miteinander nehmen Patienten als Wertschätzung wahr, als »gesehen“ werden, und sie bleiben manchmal im großen Leid einer Krankheit unvergessen. Ordensschwester Sr. M. Roswitha erzählte dazu, dass sie früher den Patienten vor der Nachruhe eine Geschichte vorlas, mit ihnen betete und sie umarmte – dann schliefen die Kranken ruhig ein, auch ohne Schlafmittel.

Viele Zuhörende machten sich Notizen und nahmen Anregungen mit in ihren Klinikalltag. Von Hirschhausen nach ihren Ideen befragt, sagte eine Lehrerin der Schule für Gesundheitsberufe, sie wolle künftig zum Beispiel Prüfungssituationen für angehende Kinder- und Krankenpflegende mit etwas Humor »entschärfen«.

Pressekontakt

Corinna Riemer
Corinna Riemer
Leiterin Unternehmenskommunikation

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