Blockheizkraftwerk geht in Betrieb / Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller im SJK zu Gast

· Krankenhaus reduziert Energiekosten um 350.000 Euro
5700 kg wiegt das BHKW-Baby. Symbolische Inbetriebnahme durch Tobias Dreißigacker, Michael Müller und Michael Geilster (v.l.n.r.)

Das St. Joseph Krankenhaus geht beim Energiesparen und beim Klimaschutz mit gutem Beispiel voran. Ein hocheffizientes Blockheizkraftwerk (BHKW) erzeugt jetzt in der Heizzentrale Strom und Wärme. Unter Beteiligung von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller ist die Anlage heute offiziell in Betrieb gegangen.

Mit dem BHKW spart das Krankenhaus pro Jahr rund 350.000 Euro Energiekosten. Auch der Umweltschutzeffekt ist beträchtlich. Die Anlage vermeidet den Ausstoß von 1.000 Tonnen Kohlendioxid, das für den Klimawandel verantwortlich gemacht wird. »Dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist ein wichtiger Baustein in der Energie- und Klimaschutzpolitik des Landes Berlin«, betonte Müller, der selbst vor knapp über 50 Jahren im St. Joseph Krankenhaus zur Welt gekommen ist.

SJK-Geschäftsführer Tobias Dreißigacker sagte: »Tag für Tag beginnt in unserem Krankenhaus neues Leben. Der Fokus auf die Geburtshilfe – und damit auf die nächste Generation – bedingt auch den Gedanken an Nachhaltigkeit. Das BHKW ermöglicht uns einen signifikanten Beitrag zum Umweltschutz. Zugleich können wir dank der eingesparten Energiekosten ausgewählte Bauvorhaben schneller voranbringen, was wiederum unseren Patienten zugute kommt.«

Strom für umgerechnet 1.250 Privathaushalte

Das BHKW wird mit Erdgas betrieben, soll jährlich rund 2,5 Mio. kWh Strom erzeugen und damit etwa 45 Prozent des Strombedarfs im SJK decken. Das entspricht dem Verbrauch von ca. 1.250 durchschnittlichen Privathaushalten in Berlin. Durch die gekoppelte Erzeugung fällt zusätzlich Wärme an. Sie reicht aus, um die Grundlast für Heizung und Warmwasser in den Gebäuden des Krankenhauses abzudecken. Die erforderliche Restwärme bei hohem Bedarf an Heizenergie und Trinkwarmwasser liefern zwei Spitzenlastkessel, die von Öl- auf Erdgasbetrieb umgestellt wurden.

Kooperationspartner für das Projekt ist die Berliner Energieagentur (BEA). Das Beteiligungsunternehmen des Landes Berlin hat das BHKW finanziert, geplant, errichtet und wird es über einen Zeitraum von 13 Jahren betreiben. Die BEA hat rund 900.000 Euro investiert und dabei weitere Handwerksbetriebe und Dienstleister aus der Region beschäftigt.

Pressekontakt

Corinna Riemer
Corinna Riemer
Leiterin Unternehmenskommunikation

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