Akutdialyse auf der Intensivstation kann das Überleben vieler Patienten sichern

· Auf akutes Nierenversagen vorbereitet

Etwa die Hälfte aller intensivmedizinisch versorgten Patienten in Deutschland erleidet ein akutes Nierenversagen mit oftmals tödlichem Ausgang. Dennoch sind – im Gegensatz zum St. Joseph Krankenhaus – drei Viertel aller Krankenhäuser auf diesen Fall nicht ausreichend vorbereitet.

In einem Beitrag für die medizinische Fachzeitschrift »Nieren- und Hochdruckkrankheiten« berichten die Chefärztin der medizinischen Klinik II, Prof. Dr. Christiane Erley, und Oberarzt Dr. Nikolaus Lange-Brock über die Vorteile eines möglichst frühzeitigen Beginns einer Akutdialyse bei einer intensivmedizinischen Behandlung.

»Es gibt deutliche Hinweise, dass sich die Prognose von Patienten mit Akutem Nierenversagen durch eine nephrologische Mitbehandlung verbessert«, schreiben die beiden Experten. Die Vorteile können »in einer schnelleren Normalisierung der metabolischen Situation und Urämie sowie in einer effektiveren Kontrolle des Flüssigkeitshaushaltes bestehen.« Metaanalysen klinischer Studien ließen vermuten, dass ein früher Therapiebeginn die Überlebenschancen steigert. Aktuell sterben etwa 60 Prozent aller Intensivpatienten, die eine Akutdialyse benötigen. Wer die Therapie überlebt, bleibt in vielen Fällen chronisch auf die Dialyse angewiesen. Diese Ergebnisse könnten verbessert werden, wenn in mehr Kliniken von Anfang an Nephrologen und Dialyseeinrichtungen involviert sind.

Pressekontakt

Corinna Riemer
Corinna Riemer
Leiterin Unternehmenskommunikation

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