Junge Patienten der SGKJ erkunden mit dem Rad Berlin und Umgebung

· 100 Kilometer - leicht gemacht
Junge Patienten unterwegs mit dem Rad in Berlin und Umland

Zum Ende der Sommerferien haben ein halbes dutzend junge Patienten der Klinik für seelische Gesundheit im Kindes- und Jugendalter (SGKJ) mit dem Fahrrad Berlin und Umgebung erkundet. Begleitet von den Erlebnis- und Sportpädagogen Donald Schiemann und Adam Tyblewski legten sie in einer Woche rund 100 Kilometer zurück.

Radfahren fördert nicht nur die Körperwahrnehmung und den Gleichgewichtssinn, sondern hebt auch die Stimmung und stärkt das Selbstwertgefühl der Jugendlichen, die sich in stationärer Betreuung befinden. Sie haben in der Regel seelische Leiden wie Ängste, Zwänge, Depressionen, soziale Beziehungsstörungen oder Traumata, oftmals in Verbindung mit psychosomatischen Störungen. Manche von ihnen haben nie das Fahrradfahren gelernt oder sind seit Jahren aus der Übung, wenn sie zum Beispiel von Adipositas (Übergewicht) betroffen sind.

Selbstwertgefühl stärken

Die Fahrradausflüge führten die Gruppe zum Tempelhofer Feld, zum Südgelände, zum Potsdamer Platz und den Tiergarten, in die Berliner Innenstadt, sogar auf Radwegen bis hin nach Großbeeren und Teltow. Unterwegs wurde gepicknickt, Eis gegessen oder in eine Pizzeria eingekehrt – wichtige Erlebnisse für die Heranwachsenden. Am Ende gab es für jedes Kind eine Urkunde.

Die Fahrräder bekam die Klinik vor zwei Jahren im Rahmen des Projektes „Die Fahrradhelden – Fahrräder für Kinder in Not“ gestiftet. Dahinter stehen der gemeinnützige Verein dare e.V. und das Zweirad-Center Stadler als Sponsor. Ziel der „Fahrradhelden“ ist es, traumatisierten und seelisch kranken Kindern in Berlin ein Fahrrad zur Verfügung zu stellen inkl. Reparatur-Workshop, Verkehrsunterricht und gemeinsamen Touren. 

Pressekontakt

Corinna Riemer
Corinna Riemer
Leiterin Unternehmenskommunikation

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