Wenn High-Heels zum Problem werden: Dr. Elke Johnen informiert über die Behandlung von Vorfußerkrankungen

· Falsche Schuhe - großer Schmerz
Dr. Elke Johnen im Patientengespräch

Der menschliche Fuß ist ein Konstruktionswunder der Natur. Er besteht aus 26 Knochen, 33 Gelenken und über 100 Bändern. Kein Wunder, dass bei durchschnittlich 15.000 Schritten täglich Erkrankungen des Vorfußes häufig vorkommen. Über operative Therapien spricht Dr. Elke Johnen, Chefärztin der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, bei einem Patienteninformationsabend am Mittwoch, 12. Juli 2017.

Der Vorfuß umfasst die Mittelfußknochen und die Zehen. Am häufigsten kommen Patienten mit Spreizfüßen ins Krankenhaus. Sie treten häufig in Kombination mit einem Hallux valgus oder auch einem Hammer- oder Krallenzeh auf.

Beim Spreizfuß sinkt das Fuß-Quergewölbe über die Jahre langsam ab. Es verbreitert sich, die Mittelfußknochen sind überlastet und Hornhaut wächst dort, wo sie nicht wachsen sollte. Dadurch ist der normale Abrollmechanismus gestört. Die Betroffenen spüren Schmerzen, wenn sie zu enge Schuhe tragen, häufig sogar permanent unabhängig von einer äußeren Belastung.

Die Ursachen für einen Spreizfuß sind vielschichtig. Zu einer erblichen Vorbelastung können Übergewicht, zu enge und hochhackige Schuhe, oder permanentes berufsbedingtes Stehen hinzukommen und die Krankheit auslösen oder verschlimmern. Überwiegend sind Frauen betroffen. Nach außen sofort sichtbar ist der Spreizfuß, wenn er in Kombination mit einem Schiefstand des Großzehs (Hallus valgus) oder einem Hammerzeh auftritt. Beide Fehlstellungen sind nicht nur ein ästhetisches Problem. Schuhe passen nicht und dauerhafte Schmerzen können auftreten.

Ein operativer Eingriff ermöglicht dauerhafte Schmerzfreiheit

„Erstes Mittel der Wahl ist eine symptomatische Behandlung über Schuheinlagen, Bandagen oder spezielle Trageschienen für die Patienten“, sagt Dr. Elke Johnen über minderschwere Fälle von Vorfußerkrankungen. Wer die Krankheit rechtzeitig mit Hilfe eines Arztes erkennt, kann durch das Tragen geeigneter Schuhe und physiotherapeutische Maßnahmen gegensteuern. Hilft diese konservative Therapie nicht weiter ist oftmals eine Operation sinnvoll. „Es sind 150 Operationstechniken bekannt“, so Dr. Johnen, „daher ist ein exakter Befund notwendig, damit sich Arzt und Patient für das beste Vorgehen entscheiden können.“ So werden unter anderem Röntgenaufnahmen unter Belastung angefertigt, Tests zur Beweglichkeit der Gelenke oder des Gangbildes durchgeführt und auch Schwielen an den Füßen genau analysiert.

Viele Fehlstellungen können ambulant operiert werden. Nach der Operation bleiben die Patienten während der Heilungsphase häufig mobil. Der behandelte Fuß sollte regelmäßig kontrolliert werden. Für komplizierte Rehabilitationsphasen bietet das St. Joseph Krankenhaus physiotherapeutische Betreuung bis zum schmerzfreien Laufen der Patienten an.

Pressekontakt

Corinna Riemer
Corinna Riemer
Leiterin Unternehmenskommunikation

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