Fernsehreportage thematisiert die Überlastung der Rettungsstellen durch Bagatellerkrankungen

· ARD-Mittagsmagazin dreht »Notfall Notaufnahme« im SJK
Chefärztin Lydia Hottenbacher im Interview mit Reporterin Alina Stiegler

Unter dem Titel »Notfall Notaufnahme« hat das ARD-Mittagsmagazin eine Reportage in der Rettungsstelle des St. Joseph Krankenhauses gedreht. Fernsehautorin Alina Stiegler begleitete einen Tag lang Chefärztin Lydia Hottenbacher und ihr Team, wie sie am Tag nach den Weihnachtsfeiertagen den Ansturm der Kranken bewältigten. Dabei zeigten die Ärzte und Pflegekräfte des SJK vor allem eins: Professionalität, Freundlichkeit und Gelassenheit.

Notaufnahmen in Berlin und anderen Städten oft überfüllt

Nicht nur im SJK, auch in anderen Krankenhäusern in Berlin oder vielen Städten platzen die Notaufnahmen insbesondere nachts sowie am Wochenende und an Feiertagen aus allen Nähten. Der Grund laut ARD-Bericht: »Weil sie nicht nur Notfälle behandeln müssen sondern auch Zipperlein«.Fast die Hälfte aller 20 Milllionen Patienten in den Rettungsstellen stufen ihre Behandlung als »nicht dringlich« ein. Das hat eine Untersuchung der Universitätsklinik Hamburg ergeben. Dabei könnte jeder dritte Notaufnahmepatient von niedergelassenen Ärzten behandelt werden. Aber viele Menschen wissen nicht, dass der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 ebenfalls Tag und Nacht erreichbar ist.

Allerdings kommen auch viele Patienten, weil sie beim kinderärztlichen oder ärztlichen Bereitschaftsdienst doch niemanden erreicht haben oder ihr Anliegen am Telefon nicht als dringend eingestuft wurde. So erging es auch vielen Eltern mit fiebernden oder hustenden Kindern, die am 27. Dezember in der Notaufnahme des SJK erschienen. Der niedergelassene Kinderarzt war nicht im Dienst und keine Vertretung bekannt. Also führte sie der Weg in die Notaufnahme des SJK, wo sie bei leichten Erkrankungen mehrere Stunden auf eine Behandlung warten mussten.

 

Pressekontakt

Corinna Riemer
Corinna Riemer
Leiterin Unternehmenskommunikation

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