Junge Patientinnen der Klinik für seelische Gesundheit im Kindes- und Jugendalter gestalten neun Meter hohe Kletterwand mit phantasievollen Graffitis

· In neue Sphären klettern
Die jungen Künstlerinnen bei der Arbeit an der Kletterwand

Unbekannte Flugobjekte, ein lustiger Drache und rätselhafte Fabelwesen bevölkern seit kurzem die Kletterwand in der Klinik für seelische Gesundheit im Kindes- und Jugendalter (SGKJ). Fünf junge Patientinnen haben in einem gemeinsamen erlebnispädagogischen Projekt die grauen Tore zur Kletterwand mit zwei phantasievollen Graffitis verschönert. Bevor es losgehen konnte, haben sie sich in einem mehrtägigen Workshop mit dieser Gestaltungstechnik vertraut gemacht.

In einem »Urban Art Workshop« lernten die jungen Frauen, was StreetArt bedeutet und wie man fachgerecht mit einer Spraydose umgehen kann. Zum theoretischen Part gehörte auch die Gefahrenkunde, weil beim Sprayen lösemittelhaltige Farben verwendet werden. Außerdem besuchten die Jugendlichen die Ausstellung »Urban Lines«, um Impressionen und Inspirationen für die eigene Gestaltung zu sammeln.

Ängste überwinden, Stärke gewinnen

Angeboten wurde der Workshop vom Verein »Sprühlinge«, der nach dem Berliner Bildungsprogramm anerkannt ist. »Für unsere Jugendlichen war es eine ganz neue Erfahrung, auf diese Weise ihre Kreativität zum Ausdruck zu bringen. Sie haben sich getraut, ihre eigenen Ängste zu überwinden – das ist ein wichtiger pädagogischer Ansatz, um Selbstvertrauen und Stärke zu gewinnen«, sagte Erlebnispädagoge Donald Schiemann, unter dessen Leitung der Workshop stattfand. »Wir konnten uns bei diesem Projekt richtig ausleben, viel lernen und noch dazu hier verewigen», so eine der Teilnehmerinnen. »Der Workshop hat also nicht nur sehr viel Spaß gemacht, sondern hat uns auch langfristig was gebracht. Es war der Hammer« So erstrahlten nicht nur die Kletterwand der SGKJ in einem neuen bunten Licht, sondern auch die Gemüter der jungen Frauen nach diesem außergewöhnlichen Workshop.

Die Kletterwand wurde vor zwei Jahren in Betrieb genommen und vom Förderverein Spatz e.V. teilfinanziert. Damit die Wand Abwechslung und unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bietet ist sie zweigeteilt: Auf der einen Seite geht es neun Meter steil in die Höhe, der andere Teil hat einen sogenannten Überhang, das heißt, die Wand neigt sich in einem Winkel von zehn Grad. Beide Seiten erfordern ihre eigene Klettertechnik und bieten unterschiedliche Herausforderungen.

Pressekontakt


Corinna Riemer
Leiterin Unternehmenskommunikation

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