Jahrestagung der Nordostdeutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kindes- und Jugendalter zu Gast im SJK

· Psychosen früh erkennen und früh behandeln
Logo derNordostdeutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kindes- und Jugendalter (NKJPP)

Psychosen gehören zu den schwersten seelischen Erkrankungen. Leider können auch Kinder und Jugendliche davon betroffen sein. Über neue Forschungsansätze bei der Früherkennung und Behandlung von Psychosen diskutierten bei der Jahrestagung der Nordostdeutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kindes- und Jugendalter (NKJPP) hochrangige Experten im St. Joseph Krankenhaus.

Eingeladen hatte zu der Fortbildungsveranstaltung Dr. Hans Willner, Vorsitzender der NKJPP und Chefarzt der Klinik für seelische Gesundheit im Kindes- und Jugendalter (SGKJ).  »Die KJPP als Weiterbildungsverbund hat eine Vorreiterrolle«, so Dr. Willner, »weil hier länderübergreifend Ärzte und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten  zusammenarbeiten und Fortbildungen mit hoher Fachkompetenz angeboten werden können.« Willner sagte, er freue sich insbesondere darüber, die Kolleginnen und Kolleginnen anlässlich des 15jährigen Bestehens der SGKJ im St. Joseph Krankenhaus zu Gast zu haben.

Große Herausforderungen bei der Behandlung von Psychosen

Die Behandlung von Psychosen bei Kindern und Jugendlichen stellt Mediziner und Therapeuten noch heute vor große Herausforderungen. »Leider haben insbesondere schizophrene Psychosen oftmals einen ungünstigen Verlauf und sind mit weitreichenden und andauernden psychischen wie psychosozialen Beeinträchtigungen verbunden«, sagte Dr. Willner. Er wies darauf hin, dass die »Integration psychotherapeutischer und psychosozialer Behandlungen in eine weiterhin unverzichtbare medikamentöse Therapie immer wichtiger wird.«

Bei der Jahrestagung referierte Prof. Dr. Benno G. Schimmelmann (Universitäten Bern und Hamburg), einer der profiliertesten Experten auf diesem Gebiet, über die Früherkennung von Psychosen bei Kindern und Jugendlichen. Er betonte, dass der Verlauf einer Psychose bei frühzeitiger Erkennung im Schweregrad abgeschwächt und der Verlauf verbessert werden könne. Um eine Manifestation der Psychose zu verhindern, müssten rechtzeitig Risikosymptome behandelt werden. Daher gelte es, so früh wie möglich und so gut und umfassend wie möglich mit der Behandlung zu beginnen.

Prof. Dr. Christoph Correll (Charité Universitätsmedizin) forscht seit vielen Jahren über die psycho-pharmakologische Behandlung bei jungen Patienten mit Psychosen. Er stellte den aktuellen Forschungsstand und neueste Ansätze und Erkenntnisse über die Wirkung verschiedener medikamentöser Behandlungen vor. Frau Dr. Merle Becker ergänzte die Thematik mit einem Überblick über wichtige psychotherapeutische Ansätze und Gesichtspunkte.  In einer anschließenden Podiumsdiskussion gab es Gelegenheit zum fachlichen Austausch.

Pressekontakt


Corinna Riemer
Leiterin Unternehmenskommunikation

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