Risiko-Schwangere erhalten im St. Joseph Krankenhaus auch uro-gynäkologische Unterstützung

· Aufklärung über den besten Weg zur Geburt
Risiko-Schwangere erhalten im SJK eine umfassende Geburtsvorbereitung.

Ein Kind zur Welt zu bringen, ist heute für Mutter und Kind mit weitaus geringeren gesundheitlichen Risiken verbunden als früher. In Ausnahmefällen kann es sinnvoll sein, einen Kaiserschnitt zu planen, etwa bei Schwangeren mit chronischen Erkrankungen oder anderen Risikofaktoren. Die Klinik für Geburtshilfe des St. Joseph Krankenhauses bietet dafür eine Sprechstunde an. Außerdem erhalten junge Mütter Unterstützung und Beratung im Berliner Beckenboden- und Kontinenzzentrum, das auf die Behandlung von Senkungsbeschwerden nach einer vaginalen Geburt spezialisiert ist. 

Natürliche Geburt weitgehend ungefährlich geworden

Es gibt bestimmte Faktoren, die sich bei einer natürlichen Geburt ungünstig auf die Gesundheit der Frau auswirken. Dazu gehören eine genetisch bedingte Bindegewebsschwäche, ein enges Becken oder ein mehr als vier Kilogramm schweres Kind im Mutterleib. »Auch sehr starkes Übergewicht, Rauchen, ein fortgeschrittenes Alter bei der Erstgeburt oder eine wenig trainierte Beckenbodenmuskulatur können nach einer natürlichen Geburt zu erheblichen Komplikationen führen«, sagt Michael Abou-Dakn, Chefarzt der Kliniken für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Da sich die meisten Frauen und Paare heute eine natürliche Geburt wünschen, ist in diesen Fällen eine umfassende Beratung sinnvoll. »Durch das Zusammenwirken von Hebammen, Geburtsmedizinern, Wochenbettpflegerinnen, Neonatologen, Physiotherapeuten und zunehmend auch Uro-Gynäkologen in unserem Haus können wir ein breites Spektrum an Unterstützung anbieten, um für diese Frauen den besten Weg für sich und ihr Kind zu finden«, so Abou-Dakn. Auf diese Weise könnten auch unnötige Kaiserschnitte vermieden werden. Denn die gesundheitlichen Risiken bei einem Kaiserschnitt sind drei- bis fünfmal höher als bei einer Spontangeburt. Die unterschiedlichen Wege zur Entbindung müssen also gut überlegt sein.

Beratung im Berliner Beckenboden- und Kontinenzzentrum

Bei der Entscheidungsfindung hilft auch das Berliner Beckenboden- und Kontinenzzentrum, in dem die Bereiche Urologie, Gynäkologie, Chirurgie, Gastroenterologie und Physiotherapie interdisziplinär zusammenarbeiten. Sie sind darauf spezialisiert, unter anderem Beschwerden im Bereich der Sexualorgane, der harnableitenden Organe (Harnblase, Harnleiter, Harnröhre) oder im Darmbereich zu verbessern oder zu heilen. Die Leiterin des Berliner Beckenboden- und Kontinenzzentrums, PD Dr. Kaven Baessler: »Die Bereiche des Beckenbodens, der Blasen-, Darm- und Sexualfunktion spielen lebenslang eine Rolle. Deshalb ist es bei Frauen mit bestimmten körperlichen Merkmalen oder Verhaltensweisen sinnvoll, im Vorfeld einer Geburt die gesamte Lebensspanne einer Frau im Blick zu haben und auch präventiv zu agieren.«

In ihrer Kontinenz- und Beckenbodensprechstunde klärt Kaven Baessler sowohl vor als auch nach einer Geburt über das gesamte Spektrum vorbeugender und therapeutischer Maßnahmen auf. Dabei spielen Vor-Erkrankungen, persönliche Wünsche, Lebensalter und Lebensumstände der Patientinnen eine zentrale Rolle und fließen in die Entscheidungsfindung ein.

Pressekontakt

Corinna Riemer
Corinna Riemer
Leiterin Unternehmenskommunikation

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