Covid19-Erfahrungsaustausch mit medizinischen und pflegerischen Führungskräften im Krankenhausgarten / Warnung vor zu viel »Lässigkeit«

· Senatorin Kalayci bedankt sich bei den Beschäftigten
Senatorin Dilek Kalayci (links) mit Führungskräften des SJK im Krankenhausgarten. Foto: SenGPG

Dilek Kalayci, Berlins Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, hat sich bei einem Besuch im St. Joseph Krankenhaus Berlin Tempelhof (SJK) bei allen Mitarbeitenden für ihr Engagement zur Eindämmung der Corona-Pandemie bedankt. Sie traf sich mit medizinischen und pflegerischen Führungskräften des SJK unter Einhaltung der gebotenen Abstands- und Hygieneregeln im Krankenhausgarten. Dabei warb sie auch für die Arbeit in einem Pflegeberuf und für eine gute und attraktive Ausbildung.

Kalayci hob die gute Zusammenarbeit der Berliner Krankenhäuser hervor und bedankte sich explizit dafür, dass das SJK so schnell Kapazitäten zur Behandlung von Covid-19-Patienten in der Intensivmedizin bereitgestellt hat. Pflegedirektor Tino Hortig betonte die gute Zusammenarbeit über alle Berufsgruppen hinweg: »Alle haben an einem Strang gezogen und die Notfallmodelle beider Häuser haben sehr gut funktioniert, wodurch wir eine gute Versorgung sicherstellen konnten.«

Im Gespräch wurde klar, welche Herausforderungen insbesondere im Bereich der Zentralen Notaufnahme (ZNA) und der Intensivmedizin mit Covid-19 verbunden sind, von der Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern bis zur Beschaffung von Schutzausrüstung. »Es ist durch Corona alles anders geworden, das betrifft nicht nur die ZNA und Abstandsregeln, sondern nahezu alle Prozesse«, sagte Prof. Dr. Michael Abou-Dakn, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses. Andreas Hüdig, Pflegerischer Bereichsleiter der Zentralen Notaufnahme, warnte vor zu viel Lässigkeit. »Gerade jetzt müssen wir wieder verstärkt darauf achten, dass Patienten in der ZNA die Abstands- und Hygieneregeln einhalten. Leider reichen Beschilderungen allein nicht aus«, sagte er.

Dr. Karsten Schlieps, Koordinator des COVID19-Hygieneteams sagte: »Besondere Herausforderungen gab es im Bereich der ständig anzupassenden Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel bei der Anpassung von Räumlichkeiten und bei der Schutzausrüstung. Diese war besonders am Anfang sehr knapp«. Hierzu ergänzte Dilek Kalayci: »Berlin ist in die Beschaffung gegangen und wir haben ausreichende Bestände für drei Monate. Bitte kommen Sie aus dem Sparmodus heraus. In Zukunft sollten sie Schutzkleidung von Berliner Firmen kaufen«.

An dem fast zweistündigen Erfahrungsaustausch nahmen ferner Personaldirektorin Juliane Reffert, Dr. Hans Willner, Chefarzt der Klinik für seelische Gesundheit im Kindes- und Jugendalter, Gaby Kunze,  Pflegerische Bereichsleitung der Intensivstation, Katrin Philbert, Abteilungsleiterin Pflege sowie Timur Cakici für das Facility Management teil.

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