PRÄP-GO soll Auswirkungen von operationsvorbereitenden Therapien bei älteren Menschen untersuchen

· SJK bietet OP-Patientinnen und -Patienten ab 70 Jahre Teilnahme an bundesweiter Studie an
Projekt PRÄP-GO

Gemeinsam mit der Charité Universitätsmedizin, der Barmer Ersatzkasse und weiteren Partnerinnen und Partnern aus Wissenschaft und Gesundheitswesen beteiligt sich das St. Joseph Krankenhaus Berlin Tempelhof unter Leitung der Klinik für Geriatrie an dem Projekt »Präp-Go«. In dieser bundesweiten Langzeitstudie wollen die Partnerinnen und Partner Risikofaktoren für das Auftreten von Komplikationen während und nach einer Operation frühzeitig erkennen und entsprechend behandeln. Ziel ist es, die Selbstständigkeit und Lebensqualität älterer Menschen nach einer Operation zu erhalten.

Die Teilnahme an der auf drei Jahre angelegten Studie ist selbstverständlich freiwillig. Teilnehmen können Patientinnen und Patienten, die älter als 70 Jahre und gesetzlich versichert sind und bei denen eine Operation ansteht. Interessierte werden nach der Erstvorstellung in der operierenden Klinik zunächst daraufhin untersucht, ob sie bereits Anzeichen eines sogenannten «Gebrechlichkeitssyndroms« zeigen, das mit einer verminderten körperlichen Belastbarkeit einhergeht. Der englische Ausdruck dafür ist »Frailty-Syndrom«. Liegen entsprechende Voraussetzungen vor, können sie in die Studie aufgenommen werden und nehmen nach dem Zufallsprinzip entweder an der Vorbereitungsgruppe oder an einer Kontrollgruppe teil.

In der Vorbereitungsgruppe erhalten die Patientinnen und Patienten vor der geplanten Operation ein dreiwöchiges Therapieprogramm, das unter anderem aus Elementen wie Krankengymnastik, Ergotherapie und Ernährungsberatung besteht und ambulant, teilstationär oder stationär stattfinden kann. Die Patientinnen und Patienten sollten entsprechend körperlich in der Lage sein, um das Vorbereitungsprogramm absolvieren zu können. Dabei stehen erfahrene Ärzte- und Therapeutenteams zur Seite.

Bei der Kontrollgruppe findet diese sogenannte »Prähabilitation« nicht statt. Hier wird nach dem derzeit etablierten klinischen Standard operiert. Die Teilnehmenden aus beiden Gruppen werden nach der OP ein Jahr lang im Rahmen von monatlichen Kurzvisiten beobachtet und abschließend bei einem Hausbesuch untersucht und miteinander verglichen. Auf diese Weise lässt sich feststellen, ob und wenn ja welche Wirkung das Vorbereitungsprogramm auf die Operation und den Verlauf nach einer Operation hat. Bei einem Erfolg können die Studienergebnisse in die Standardroutinen einfließen, die bei Operationen von Menschen ab 70 Jahren üblich sind.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von »Präp-Go«.

Kontakt für Ihre Fragen und Teilnahmeanfrage

Tel: +49 30 7882 4900 | geriatrie@sjk.de

Pressekontakt

Corinna Riemer - Leiterin Unternehmenenskommunikation
Corinna Riemer
Leiterin Unternehmenskommunikation

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