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Plädoyer für Prävention am Weltnierentag

· COVID-19 geht an die Nieren
Weltnierentag

Am 10. März ist Weltnierentag. An diesem Tag soll besonders auf die Prävention von Nierenerkrankungen aufmerksam gemacht werden, denn sie bleiben lange Zeit schmerzlos – und damit unbemerkt – schreiten aber stetig voran, bis zum Nierenversagen. Rechtzeitig erkannt und behandelt, lässt sich der Prozess deutlich verlangsamen, bestenfalls sogar ganz aufhalten. Auf die Nieren Acht zu geben, lohnt sich also, erst recht nach einer COVID-19-Erkrankung.

Erhöhtes Risiko für eingeschränkte Nierenfunktion

Verschiedene wissenschaftliche Studien aus Deutschland und den USA haben gezeigt, dass COVID-19 an die Nieren geht: Infolge der Infektion vernarbt das Nierengewebe und ist deutlich weniger leistungsfähig, kann Giftstoffe also schlechter aus dem Körper filtern. Je schwerer die COVID-19-Akuterkrankung war, desto höher das Risiko für eine eingeschränkte Nierenfunktion. 80 von 1.000 Patienten, die wegen COVID-19 auf der Intensivstation behandelt werden mussten, erlitten sechs Monate später ein sogenanntes »schweres Nierenevent«: Die Leistungsfähigkeit ihrer Nieren nahm um mehr als 50 Prozent ab, sie wurden dialysepflichtig oder verstarben.

Nierenwerte regelmäßig überprüfen lassen

Doch auch die Nieren von Patientinnen und Patienten mit weniger schweren Krankheitsverläufen können in Mitleidenschaft gezogen werden. Es wäre demnach wichtig, so die Deutsche Gesellschaft für Nierenheilkunde, von Nierenerkrankungen Betroffene nach COVID-19 zu diagnostizieren und zu behandeln, um den Krankheitsverlauf einzudämmen oder ganz zu stoppen: Ehemalige COVID-19-Patientinnen und -Patienten sollten um ihr erhöhtes »Nierenrisiko« wissen und ihre Nierenwerte jährlich vom Hausarzt überprüfen lassen, um nicht das Zeitfenster für eine frühzeitige Therapie zu verpassen.

Diese Präventionsmaßnahme betont auch Prof. Dr. Christiane Erley, Nephrologin und Chefärztin der Medizinischen Klinik II im St. Joseph Krankenhaus. Tag für Tag behandeln sie und ihr Team Patientinnen und Patienten mit akutem und chronischem Nierenversagen – soweit muss es nach einer COVID-19-Erkrankung nicht kommen.

Infoblatt für gesunde Nieren

Im Infofaltblatt »Geben Sie Acht auf Ihre Nieren – besonders auch nach einer COVID-19-Erkrankung« erhalten Interessierte acht Tipps, wie sie ihre Nieren schützen und gesunderhalten können. Herausgeber sind die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN), der Verband Deutsche Nierenzentren (DN) e.V., das KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V., die PHV Patienten-Heimversorgung Gemeinnützige Stiftung und die Deutsche Nierenstiftung.

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Corinna Riemer - Leiterin Unternehmenenskommunikation
Corinna Riemer
Leiterin Unternehmenskommunikation
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