St. Joseph Krankenhaus veranstaltet Fachtagung zu Therapiefolgen bei der Darmkrebsbehandlung

· Fachtagung „Kolorektales Karzinom„ mit internationalen Experten

Das Kolorektale Karzinom ist die häufigste Form einer Tumorerkrankung des Darmes. Die Therapiemöglichkeiten entwickeln sich stetig weiter, werden sicherer und schonender. Über die Folgeprobleme einer Behandlung diskutieren am 28. und 29. August Darmkrebsexperten aus Deutschland und Europa auf Einladung des St. Joseph Krankenhauses.

Kolorektale Karzinome entstehen fast immer aus anfangs gutartigen Darmpolypen. Eine Vorsorgedarmspiegelung kann das Risiko einer Erkrankung erheblich senken. Erst wenn der Tumor in größerem Maße blutet oder wenn er das Darminnere nennenswert einengt, kommt es zu Symptomen - typischerweise Blut oder Schleim im Stuhl, Darmkrämpfe, Durchfälle oder Verstopfungen. Darmkrebs kann je nach Art und Stadium über Bestrahlung, eine Chemotherapie, einen chirurgischen Eingriff oder durch die Kombination mehrerer Verfahren behandelt werden.

Selbst bei einem erfolgreichen Eingriff haben die Patienten unter Folgeproblemen zu leiden, die die Lebensqualität unter Umständen massiv beeinträchtigen. Die Fachtagung greift die medizinischen, psychologischen und rechtlichen Folgen auf, die sich im Zusammenhang mit einer Operation oder einem anderen Eingriff ergeben können. Dies können Störungen im Verdauungsapparat oder der Sexualfunktion sein, postoperative Inkontinenz bis hin zu Depressionen und Traumatisierungen.

Die Risiken und Folgeprobleme, die bei der Darmkrebstherapie entstehen können, werden wissenschaftlich heute immer erfolgreicher erforscht. »Nur durch intensiven Austausch über Entwicklungen und Erfahrungen anderer Krankenhäuser können wir die bestmöglichen Therapiemöglichkeiten für unsere Patienten garantieren«, sagt Prof. Dr. Reiner Kunz, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie des St. Joseph Krankenhauses und Leiter des Tempelhofer Darmzentrums. Die Klinik ist auf Darmkrebsbehandlungen spezialisiert und setzt gerade bei der Nachsorge einer Tumorerkrankung auf umfassende psychoonkologische Betreuung.

Pressekontakt

Corinna Riemer
Corinna Riemer
Leiterin Unternehmenskommunikation

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