Kinder und Jugendliche der Klinikschule gestalten Buch mit eigenen Gedichten

· Drucken wie Gutenberg
Mit einer Druckerpresse eigene Texte vervielfältigen

Original Buchdruck steht seit einiger Zeit auf dem Lehrplan der Klinikschule in der Klinik für seelische Gesundheit im Kindes- und Jugendalter.

Mit Hilfe einer Druckerpresse können die Schülerinnen und Schüler im Gutenberg-Verfahren ihre eigenen Texte vervielfältigen. „Auf diese Weise erschließen sie sich Literatur und Sprache nicht nur auf theoretische, sondern auch sehr anschaulich auf experimentelle Weise“, erläutert Stefan Boßmann, Lehrer für Deutsch und Sonderschulpädagogik an der zur Charité gehörenden Klinikschule am St. Joseph Krankenhaus. Auch setzen sie sich dadurch mit handwerklichen sowie gestalterischen Fragen auseinander.

Mit den beweglichen Lettern werden vor allem Gedichte gedruckt, die die Jugendlichen selbst verfasst haben. In den kommenden Monaten soll daraus in kleiner Auflage ein komplettes Buch werden, das auch Zeichnungen enthalten wird. Eingesetzt wird die Druckerpresse vor allem in den siebten und achten Klassen. Lehrer Stefan Boßmann hebt das hohe sprachliche Niveau der Texte hervor. „Wir haben es hier mit sensiblen Menschen zu tun, die trotz ihres jungen Alters oft schon viel erlebt haben. Ihre Lyrik ist daher sehr literarisch und dicht“, so Boßmann.

Die Klinikschule ist Teil des diagnostischen und therapeutischen Gesamtkonzeptes der Klinik für seelische Gesundheit im Kindes- und Jugendalter. Der Schulbesuch erfolgt nur während des stationären Aufenthaltes in der Klinik, nach der Entlassung gehen die Kinder und Jugendlichen in ihre Heimatschulen zurück. Durchschnittlich acht Wochen beträgt die Zeit an der Klinikschule.

Pressekontakt

Julia Schoenenberg
Julia Schoenenberg
Mitarbeiterin Unternehmenskommunikation