Gefäßmedizin

Gefäßmedizin

Arterien und Venen sind lebenswichtige Verbindungen zwischen den Organen des menschlichen Körpers: Sie versorgen die Zellen mit Sauerstoff und Energie und transportieren Abfallprodukte ab. Wird der Blutkreislauf gestört, kann das schwerwiegende Erkrankungen auslösen.

Der Zustand des Gefäßsystems beeinflusst Gesundheit und Lebensqualität des Menschen erheblich. Deshalb ist es gerade in höherem Alter entscheidend, Gefäßleiden schnellstmöglich zu erkennen und zu therapieren.

Hilfe bei komplexen Erkrankungen

In der Gefäßmedizin am St. Joseph Krankenhaus arbeiten ausgewiesene Spezialisten – Angiologen, Gefäßchirurgen, Radiologen, Nierenheilkundler und Diabetologen – interdisziplinär zusammen. Im Mittelpunkt steht die Therapie von Patienten mit komplexen Erkrankungen, insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion, Diabetes mellitus und metabolischem Syndrom.

Die Behandlungsschwerpunkte im Einzelnen:

  • Carotis-Stenosen (Einengung der Halsschlagader bei drohendem Schlaganfall)
  • Aortenaneurysmen (krankhafte Erweiterung der Hauptschlagader)
  • Engstellen von Eingeweidearterien (Darm- und Nierenarterien)
  • PAVK (periphere, arterielle Verschlusskrankheit) der Beine
  • akute Gefäßverschlüsse an Armen und Beinen
  • Krampfaderleiden (Varizen)
  • Venöse Thrombosen und postthrombotisches Syndrom
  • Entzündliche Gefäßerkrankungen (Vaskulitiden)
  • Diabetisches Fußsyndrom und chronische Wunden
  • Shuntchirurgie (Dialysezugänge)

Individueller Behandlungsweg

Patienten mit Gefäßerkrankungen werden in der Sprechstunde zunächst umfassend untersucht. Liegt der vollständige Befund vor, erarbeiten die Spezialisten in der interdisziplinären Gefäßkonferenz einen individuellen Behandlungsvorschlag. Dafür wählen sie die am besten geeignete Methode aus:

  • Konventionelle Therapie: Gefäßtraining, medikamentöse Prophylaxe und Behandlung
  • Interventionelle radiologische Therapie: Dilatation (therapeutisches Dehnen von Gefäßen); Stents (medizinische Implantate, die Gefäßverschlüsse verhindern)
  • Operative Therapie: endovaskuläre (durch die Gefäße hindurch erfolgende) Operationen an der Bauch- und Beckenschlagader, an den peripheren Arterien der Arme und Beine sowie Operationen an den Halsgefäßen; nicht-endovaskuläre Gefäßersatzoperationen bzw. Bypässe; Extremitäten schonende Amputationen

Von der engen Vernetzung aller beteiligten Fachbereiche profitieren die Patienten auch mit kürzeren Wartezeiten und effizienteren Untersuchungen.