Jugendlichenstation

Jugendlichenstation

Die Jugendlichenstation steht Patienten im Alter von 13 bis 18 Jahren offen, die unter erheblichen psychischen Problemen leiden. In der Pubertät und der Zeit danach ist die Bandbreite möglicher psychischer Störungen und Erkrankungen besonders groß: Sie reicht von Identitäts- und Ablöseschwierigkeiten, häufig in Verbindung mit dem Gefühl von Sinnlosigkeit und fehlendem Selbstwertgefühl, schulischen Lern- und Leistungsstörungen in Verbindung mit Konzentrations- und Aufmerksamkeitsproblemen, Ängsten und Depressionen über Beeinträchtigungen nach traumatischen Erlebnissen, Essstörungen und anderen psychosomatischen Erkrankungen, Zwängen, Störungen der sozialen Beziehungsfähigkeit bis hin zu Sucht- und Psychoseerkrankungen.

Wesentliches Merkmal der Jugendlichen-Station ist Sicherheit bei größtmöglicher Offenheit. Die besondere Sorgfalt der Mitarbeiter gewährleistet diesen hohen Standard. Im Bedarfsfall kann die Station vorübergehend auch als geschützte Station geführt werden. Die Station verfügt über 13 Behandlungsplätze in altersgerecht ausgestatteten Ein- bis Dreibettzimmern mit jeweils eigener Nasszelle.

Therapie als sich stets ändernder Prozess

Die vielfältigen Probleme und Krankheitsbilder erfordern eine ständige Anpassung der pädagogischen und therapeutischen Arbeit. Grundlage bilden eine klare Tagesstruktur und ein von Schule, Therapien und pädagogisch angeleiteten Aktivitäten gefüllter Tag.

Die Behandlungsdauer variiert stark: Sie reicht von mehrstündigen Kriseninterventionen bis zu mehrmonatigen Therapien, etwa bei Essstörungen. Dabei ist Nachhaltigkeit der Therapie besonders wichtig. Schulische Reintegration auf der Basis der vorbereitenden Arbeit in der Klinikschule, enge Kontakte zu vorstationären und nachstationären Ärzten und Psychotherapeuten und Einrichtungen sowie Helferkonferenzen, von engagierten und erfahrenen Sozialpädagogen eingeleitet und moderiert, bilden wesentliche Bestandteile.