Shuntzentrum des St. Joseph Krankenhauses

Shuntprobleme

Auffälligkeiten nach einer Shunt-Operation sollten sofort geklärt werden. Das gilt auch für Probleme mit früher gelegten Shunts.

Im Umfeld des Shunts ist insbesondere auf Rötungen, Schwellungen, Schmerzen am Shunt oder in der Hand des Shunt-Armes, Hautdefekte und abgestorbenes Gewebe – etwa an den Fingern – zu achten. In diesen Fällen sollten Patienten unverzüglich Kontakt mit ihrem behandelnden Dialysearzt oder direkt mit dem Shuntzentrum aufnehmen. Hier wird geklärt, ob ein akut zu behandelndes Shuntproblem vorliegt und welche Art Therapie erforderlich ist.

Bei akuten Shuntproblemen außerhalb der Sprechstunde können Patienten jederzeit die Erste Hilfe im St. Joseph Krankenhaus aufsuchen. Dort wird sofort ein Facharzt informiert. Akute Shuntverschlüsse behandeln unsere Fachärzte unverzüglich mit dem am besten geeigneten Verfahren nach Maßgabe der Laborwerte und Begleiterkrankungen. Alle dazu erforderlichen Untersuchungen und Therapieverfahren bieten wir im St. Joseph Krankenhaus an.

Weitere mögliche Shuntprobleme

Aneurysma: Hier: die Ausbildung einer sackartigen Erweiterung eines Shuntgefäßes aufgrund einer Wandschwäche und nachfolgenden übermäßigen Wandausdehnung durch wiederholte Punktion auf begrenztem Raum.

Pseudoaneurysma: Hier: die Ausbildung einer sackartigen Erweiterung durch Blutaustritt im Bereich einer Punktionsstelle. Pseudoaneurysma bedeutet auch »falsches Aneurysma«, also falsche Gefäßerweiterung, weil es von außen wie eine echte Gefäßerweiterung aussieht. Tatsächlich ist es aber ein Blutsack außerhalb des Gefäßes, der durch das Blutgefäß gespeist und durch vom Körper gebildetes Bindegewebe eingegrenzt wird.

Steal Syndrom: In seltenen Fällen wird durch den Shunt zuviel abgesaugt, so dass der verbleibende Blutstrom nicht mehr für eine hinreichende Durchblutung des Shuntarmes ausreicht (steal effect). Durch das Anlegen einer einengenden Naht mit oder ohne Kunststoffmanschette oder durch spezielle andere gefäßchirurgische Maßnahmen am Shunt ist es therapeutisch möglich, den Blutstrom durch die Arterie zu verbessern. In seltenen Fällen kann der Verschluss des Shunts erforderlich werden.