Hüft-Endoprothetik im Zentrum für Endoprothetik im St. Joseph Krankenhaus Berlin

Hüft-Endoprothetik

Zwei Drittel aller Menschen über 65 Jahre leiden unter Gelenkverschleiß (Arthrose). Dabei ist der Verschleiß des Hüftgelenks (Hüftgelenk- oder Coxararthrose) am häufigsten; er betrifft die Knorpeloberfläche von Hüftkopf und Hüftpfanne. Das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks (Hüft-Totalendoprothese, kurz: TEP) ist in diesem Fall die übliche Therapie.

Arthrose kann in allen Gelenken auftreten, möglicherweise verursacht durch Übergewicht, Überbelastung, Verletzungen, eine angeborene Fehlstellung oder eine Entzündung. Die Erkrankung zeigt sich zuerst durch Knorpelschäden. Werden diese frühzeitig erkannt, lassen sie sich durch entsprechende Maßnahmen (Gewichtsreduktion, Bewegungstherapie, Verzicht auf belastende Sportarten) oder Gelenkspiegelungsoperationen (Arthroskopie) behandeln. Das Gelenk bleibt erhalten. Im Einzelfall ist eine Umstellungsosteotomie (operative Veränderung der Knochenachse) oder eine Knorpeltransplantation sinnvoll. Im fortgeschrittenen Stadium ist allerdings nicht nur der Knorpel, sondern auch der Knochen und das gesamte gelenkführende Gewebe und die Biomechanik des Gelenks so schwer beschädigt oder zerstört, dass meist nur der Gelenkersatz als Therapie bleibt.

Symptome Hüft-Arthrose

Die Symptome der Hüft-Arthrose sind zunehmende Gelenkschmerzen, zunächst bei Belastung, später auch im Ruhezustand. Sie strahlen häufig vom Hüftgelenk auf die Leiste aus. Außerdem können Schwellungen, Gelenkergüsse und Überwärmung auftreten. Im weiteren Verlauf kann sich das Gelenk verformen und seine Funktion nicht mehr richtig erfüllen. Röntgenaufnahmen oder Computer- bzw. Magnetresonanztomographie machen Ausmaß und Grad der Erkrankung sichtbar. Die sorgfältige Vermessung des Gelenks ist Voraussetzung für einen optimalen Behandlungserfolg.

Versprechen entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente oder Injektionen ins Gelenk keinen Erfolg, ist ein gelenkerhaltender Eingriff oder ein Gelenkersatz notwendig. Welche Therapie im Einzelfall erforderlich ist und wie sie durchgeführt wird, erläutert der Arzt in der Sprechstunde ausführlich und verständlich.

Die Totalendoprothese (TEP) ersetzt sowohl den Kopf des Oberschenkelknochens als auch die Hüftpfanne. Sie lässt sich in der Regel zementfrei im Knochen verankern. Ihre poröse Oberfläche, die der Struktur des Kochens sehr ähnlich ist, ermöglicht im Lauf der Zeit das Einwachsen der Prothese. Patienten mit einer Anfälligkeit für Knochenbrüche (Osteoporose): erhalten im Zentrum für Endoprothetik ein künstliches Hüftgelenk, das zum Teil oder komplett mit Knochenzement fixiert wird.