Knie-Endoprothetik im Zentrum für Endoprothetik im St. Joseph Krankenhaus Berlin

Knie-Endoprothetik

Bei schmerzhafter Arthrose des Kniegelenks ist ein Gelenkersatz häufig die einzige Alternative. Er lindert die Beschwerden und verbessert die Gelenkfunktionen, so dass die Patienten wieder eine deutlich höhere Lebensqualität bekommen.

Arthrose kann in allen Gelenken auftreten, möglicherweise verursacht durch Übergewicht, Überbelastung, Verletzungen, eine angeborene Fehlstellung oder eine Entzündung. Die Erkrankung zeigt sich zuerst durch Knorpelschäden. Werden diese frühzeitig erkannt, lassen sie sich durch entsprechende Maßnahmen (Gewichtsreduktion, Bewegungstherapie, Verzicht auf belastende Sportarten) oder Gelenkspiegelungsoperationen (Arthroskopie) behandeln. Das Gelenk bleibt erhalten. Im Einzelfall ist eine Umstellungsosteotomie (operative Veränderung der Knochenachse) oder eine Knorpeltransplantation sinnvoll. Im fortgeschrittenen Stadium ist allerdings nicht nur der Knorpel, sondern auch der Knochen und das gesamte gelenkführende Gewebe und die Biomechanik des Gelenks so schwer beschädigt oder zerstört, dass meist nur der Gelenkersatz als Therapie bleibt.

Bei schmerzhafter Arthrose des Kniegelenks ist ein Gelenkersatz häufig die einzige Alternative. Er lindert die Beschwerden und verbessert die Gelenkfunktionen, so dass die Patienten wieder eine deutlich höhere Lebensqualität bekommen

Verschleiß als häufige Ursache

Grund für den Einsatz eines künstlichen Kniegelenks ist meist ebenfalls der Verschleiß der knorpeligen Gelenkflächen. Weniger häufige Ursachen sind  Knieverletzungen. Je nach Grad der Beeinträchtigung verwendet der Operateur unterschiedliche Prothesen. Ein Teilersatz des Kniegelenks ist möglich, wenn nur ein Gelenkabschnitt geschädigt ist.

Fehlt das vordere Kreuzband als Stabilisator oder sind alle Gelenkabschnitte betroffen, bekommt der Patient eine Totalprothese, also einen vollständigen Ersatz der Gelenkoberflächen. Das Zentrum für Endoprothetik setzt verschiedenste Prothesensysteme ein, die jedem Patienten die bestmögliche individuelle Versorgung bieten. Alle Modelle werden mit einer dünnen Schicht Knochenzement an der Knochenoberfläche befestigt. Die Patienten können somit bereits einen Tag nach der Operation ihr Bein wieder belasten.

Unterschiedliche Operationstechniken stehen zur Verfügung: Falls möglich, werden die Prothesen im minimal-invasiven Verfahren gewebeschonend über einen kleinen Schnitt eingesetzt. Ein spezielles computergesteuertes Navigationssystem unterstützt die genaue Positionierung der Prothesenkomponenten. Die Implantate bestehen aus Medizinstahl. Patienten, die darauf allergisch reagieren, erhalten spezielle Implantate aus anderem Material.