Behandlung von Arterio-venösen Malformationen im St. Joseph Krankenhaus Berlin

Arterio-venöse Malformationen

Arterio-Venöse Malformationen (AVM) sind angeborene Fehlbildungen des arteriellen und venösen Gefäßsystems zusammen. Während der embryonalen Entwicklung entstehen Kurzschlüsse (Fisteln) zwischen Arterien und Venen, es bildet sich ein Geflecht von kleinsten und kleinen Gefäßen, über die unterschiedlich große Blutmengen fließen. Manchmal ist der Blutfluss über diese Fisteln so stark, dass das Herz mit der Zeit überlastet wird.

Arterio-Venöse Malformationen können an vielen Stellen des Körpers auftreten, die Haut verfärben und Schwellungen, die teilweise pulsieren, verursachen. Gelegentlich kommt es zu Blutungen nach außen bis hin zu lebensbedrohlichen Blutungen.

AVM sind die am schwierigsten zu behandelnden Vasculären Malformationen. Sie neigen zu Rezidiven. Hat man ein Fistelgebiet saniert, so entstehen über Umgehungskreisläufe (Kollaterale) neue Kurzschlüsse. Bei der Behandlung muss man den eigentlichen Herd (Nidus) der Fistelverbindungen verschließen oder beseitigen. Ein Verschluss der zuführenden Gefäße der AVM reicht nicht aus.

Verschiedene Behandlungsverfahren

Zur Behandlung stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, die einzeln oder in Kombination angewendet werden

  • Embolisierung: hierbei wird durch den Interventionellen Radiologen in Narkose unter Röntgenkontrolle mit Hilfe von in das arterielle System eingeschobenen Kathetern die AVM mit Kontrastmitteln dargestellt und dann versucht, möglichst den Nidus mit Medikamenten oder winzigen Spiralen oder Partikeln zu verschließen. Ein Verschluss nur der zuführenden Gefäße reicht nicht aus, da sich sofort Umgehungskreisläufe bilden.
  • Operative Resektion: hierbei werden nach Eröffnung der Haut die meistens durch Embolisierung vorbehandelten Anteile der AVM operativ entfernt oder teilentfernt. Gerade im Kopf- und Halsbereich ist eine komplette Entfernung nicht immer möglich.
  • Laserbehandlungen spielen eine geringe Rolle im Fall einer AVM. Manchmal werden verbliebene Gefäße der Haut und des Unterhautgewebes behandelt.