Inkontinenz und Gebärmuttersenkung

Berliner Beckenboden- und Kontinenzzentrum

Allein in Deutschland leiden mehr als sechs Millionen Menschen unter einer Inkontinenz. Betroffen sind Kinder und Erwachsene, Frauen genauso wie Männer. Inkontinenz und Beckenbodensenkungen können den Alltag und die Lebensqualität erheblich einschränken. Mit gründlicher Diagnostik und entsprechender Therapie ist die Chance sehr groß, die Beschwerden deutlich zu verbessern oder gar zu heilen.

Im Berliner Beckenboden- und Kontinenzzentrum des Franziskus-Krankenhaus Berlin und des St. Joseph Krankenhaus Berlin Tempelhof arbeiten die Bereiche der Urologie, Gynäkologie, Chirurgie, Kinderchirurgie und -urologie, Gastroenterologie und Physiotherapie interdisziplinär zusammen, um die traditionellen Fachgrenzen zu überwinden und nach einer spezifischen Diagnostik individuell behandeln zu können.

Generell bieten wir nur Therapien an, die eine wissenschaftlich erwiesene Wirkung haben (Evidenz-basierte Methoden). Diese sind in Leitlinien und offiziellen Empfehlungen der Fachgesellschaften niedergelegt.

Alle Patientinnen und Patienten werden aktiv in die Behandlung eingebunden. Die erhobenen Befunde (Untersuchungsergebnisse) und die Behandlungsmöglichkeiten werden im Hinblick auf die persönlichen Wünsche, Lebensalter, Erkrankungen und Lebensumstände einschließlich der Familienplanung (partizipative Entscheidungsfindung) zusammen besprochen.

Bei gesetzlich Versicherten bieten wir nach Einweisung durch einen niedergelassenen Urologen zahlreiche konservative Behandlungsverfahren an, wie eine spezifische Beckenbodenrehabilitation, Pessartherapie (Ringe oder Würfel zur nicht-operativen Therapie von Genitalsenkungen) oder medikamentöse Strategien. Bei Schmerzsyndromen werden auch Triggerpunktbehandlungen und die Neuraltherapie eingesetzt.

Sollte eine Operation notwendig und gewünscht sein, bevorzugen wir minimal-invasive Verfahren. Diese erfolgen von der Scheide aus oder durch die sog. Schlüsselloch-Technik (Laparoskopie).

Auch nach der Entlassung sind wir für unsere Patientinnen und Patienten da. Bei Fragen und Problemen bieten wir eine Nachsorge an.

Gerne beraten wir Sie auch im Sinne einer Zweitmeinung.