Shuntzentrum

Shuntzentrum

Für Patienten mit einer schweren Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz), die dauerhaft mehrfach in der Woche zur Dialyse (Blutwäsche) müssen, kann ein Shunt lebensnotwendig sein. Shunt bedeutet in der Medizin so viel wie Kurzschlussverbindung. Dabei verbindet der Chirurg Hoch- und Niederdruck-Blutgefäße, also Arterien und Venen. Durch den Shunt steigt der Druck in den Blutgefäßen, der sonst aufgrund der Blutwäsche meistens zu niedrig ist. Der Shunt bietet somit einen guten Zugang für den Anschluss an eine künstliche Niere (Dialysator).

Ein Shunt sollte stets ein »Maßanzug« sein. Im St. Joseph Krankenhaus haben sich erfahrene Gefäßchirurgen auf die Anlage von Shunts für Nierenpatienten spezialisiert und inzwischen mehrere Tausend Shuntoperationen durchgeführt. Die Fachärzte des Shunt-Zentrums arbeiten eng zusammen mit der Medizinische Klinik II und der Radiologie.

Betreut werden die  Patienten im Shuntzentrum von den Voruntersuchungen über die persönliche Beratung und die gefäßchirurgische Shuntanlage bis zur Nachsorge. Dabei stimmen sich die Gefäßchirurgen eng mit dem niedergelassenen Nierenfacharzt jedes Betroffenen ab.

Einrichtung von überregionaler Bedeutung

Patienten, für die ein solcher Eingriff vorgesehen sind, werden in der Medizinischen Klinik II aufgenommen. Hier  werden auch sämtliche Grund- und Begleiterkrankungen behandelt, die mit einer Nierenfunktionsstörung einher gehen. Außerdem bietet das Zentrum die Dialyse an. Darüber hinaus werden hier auch eventuell bestehende arterielle Verschlusskrankheiten diagnostiziert und behandelt.

Die medizinisch-fachlichen Kompetenzen in Verbindung mit einem ganzheitlichen Ansatz unter Einbeziehung verschiedener medizinischer Abteilungen machen das Shunt-Zentrum im St. Joseph Krankenhaus zu einer spezialisierten Einrichtung von überregionaler Bedeutung.