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Risikofaktoren

Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Bei etwa einem Viertel der Patientinnen und Patienten wird eine vererbbare Veranlagung vermutet.

Für einige Erkrankungsformen ist dieser genetische Faktor heute bereits wissenschaftlich erwiesen. Bedingt durch vererbte Genveränderungen bricht die Krankheit unter Umständen bereits in jungen Jahren aus. Ein möglicherweise erblich bedingtes Risiko kann bestehen, wenn sich über Generationen hinweg in einer Familie Krebserkrankungen häufen oder im frühen Erwachsenenalter (jünger als 50 Jahre) auftreten. Bei Verdacht auf eine erbliche Vorbelastung berät das fachärztliche Personal umfassend und detailliert zu Vorsorge und Früherkennung und empfehlen ggf. eine humangenetische Beratung.

Das Alter spielt bei der Darmkrebserkrankung eine wesentliche Rolle: Je älter er ist, desto anfälliger wird der menschliche Organismus für genetische Zelldefekte, die der Körper nicht mehr so leicht reparieren kann. Dadurch können entartete Zellen entstehen, die sich als bösartiger Tumor vermehren und ausbreiten. Mehr als 90 Prozent der Darmkrebserkrankungen treten nach dem 50. Lebensjahr auf; das Durchschnittsalter der Betroffenen liegt bei 73 Jahren.

Darmpolypen sind Risikofaktoren

Menschen, bei denen Darmpolypen entdeckt und entfernt wurden, haben ein besonders hohes Risiko, erneut Polypen zu entwickeln. Werden diese nicht rechtzeitig bemerkt und entfernt, können sie zur Krebserkrankung entarten. Daher ist nach erfolgter Polypenentfernung ein leitliniengerechtes Nachsorgeintervall empfehlenswert.

Langjährige, chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa erhöhen ebenfalls das Risiko für Darmkrebs, da die dauerhafte Entzündung der Dickdarmschleimhaut über längere Zeit zu bösartigen Zellveränderungen und Krebs führen kann. Für diese Patientinnen und Patienten gelten besondere Empfehlungen für die Darmkrebsvorsorge.

Fachleute halten einen Zusammenhang zwischen der Ernährung und dem Risiko, an Brust-, Magen- oder Darmkrebs zu erkranken, für sehr wahrscheinlich. Die typische westliche Ernährungsweise mit viel tierischem Fett und dunklen Fleischsorten, wenig Getreide, Obst und Gemüse ist nicht ideal und kann eventuell die Entstehung von Darmkrebs begünstigen. Auch Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen und starker Alkoholkonsum erhöhen das Darmkrebsrisiko. Auf Wunsch vermittelt das Darmkrebszentrum eine qualifizierte Ernährungsberatung zur Verminderung des Erkrankungsrisikos.

Hinweis
Zur besseren Lesbarkeit wird lediglich die männliche Sprachform verwendet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für alle Geschlechter.