Schnelle Abklärung bei Verdacht auf Neugeborenen-Gelbsucht möglich

· Separate Bilirubin-Sprechstunde in der Notaufnahme eingerichtet
In der zentralen Notaufnahme hat das SJK eine Bilirubin-Sprechstunde eingerichtet.

Das St. Joseph Krankenhaus hat im Bereich der Zentralen Notaufnahme eine separate Bilirubin-Sprechstunde für Eltern mit neugeborenen Kindern eingerichtet. Von Montag bis Freitag von 10 bis 14 Uhr besteht die Möglichkeit, hier einen Verdacht auf Neugeborenen-Gelbsucht schnell abklären zu lassen.

Ein ausgeschilderter Bereich inklusive eigener Anmeldung und eigenem Untersuchungsraum soll den Eltern unnötig lange Wartezeiten ersparen. Bei der Bilirubin-Bestimmung wird zunächst ein schmerzfreier Hauttest durchgeführt, bei Bedarf wird Blut entnommen.

Selbstverständlich ist eine Bilirubin-Bestimmung auch außerhalb der Sprechzeiten rund um die Uhr im Rahmen der Zentralen Notaufnahme möglich. Allerdings kann es dann zu längeren Wartezeiten kommen, weil Patienten mit schwereren Erkrankungen oder akuten Verletzungen nach dem Verfahren der sogenannten Manchester-Triage vorrangig behandelt werden.

Die Neugeborenengelbsucht kommt bei etwa drei von fünf Neugeborenen vor, sie ist überwiegend harmlos. Da die Leber noch unreif ist sammelt sich der gelbe Gallenfarbstoff Bilirubin im Körper an. Liegt eine bestimmte Menge von Bilirubin im Blut vor, färben sich Haut und Schleimhaut gelb ein. Das ist nicht automatisch Zeichen einer Krankheit, sondern meistens ein normaler Übergangsprozess. Zwischen dem dritten und fünften Lebenstag erreichen die Bilirubinwerte beim Neugeborenen in der Regel ihren Höhepunkt. Steigen die Werte nicht über bestimmte Grenzwerte und normalisieren sie sich nach 10 bis 14 Tagen wieder, handelt es sich um eine nicht therapiebedürftige normale Neugeborenen-Gelbsucht. Nur wenn die Blutwerte bestimmte Grenzwerte überschreiten ist eine medizinische Behandlung notwendig.

Pressekontakt

Corinna Riemer
Corinna Riemer
Leiterin Unternehmenskommunikation

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